Meine letzte Station in Asien: Singapore. Auch hier hatte ich das Glueck, nicht ein Hotel oder Hostel bezahlen zu muessen, da Markus, welchen ich letztes Jahr auf der China-Exkursion kennengelernt habe, zur Zeit dort ein Praktikum als angehender Bauingenieur macht. Nach einem ziemlich reibungslosen Flug war es relativ einfach vom sehr schoenen Changi Flughafen mit der Metro MRT in die Stadt zu kommen, wo ich mich mit Markus traf.
Singapore ist fuer seine Sauberkeit weltweit bekannt und gilt noch immer als die sauberste Stadt der Welt. Grund dafuer sind sicherlich die harten Gesetze, welche nicht nur jegliches wegwerfen von Muell etc. verbietet, sondern dieses auch mit sehr hohen Strafen belegt. Da Singapore nur eine 604 Quadratkilometer grosse Insel ist und die Natur dort sehr anfaellig ist, versucht man mit allen Mitteln diese zu schonen. So ist ein Auto nicht nur in der Beschaffung sehr teuer, sondern auch der Unterhalt inklusive Steuern ist sehr hoch. Allgemein sind Strafen fuer Gesetzesbrueche sehr hart und auch Peitschenschlaege gehoeren noch zur ueblichen Bestrafung. Man muss also sehr vorsichtig und gedanklich bei der Sache sein, so dass nicht gewohnte Dinge wie Spucken oder Kaugummi zu einer hohen Strafe fuehren. Kaugummi kauen war bis vor kurzem noch gaenzlich verboten, mittlerweile jedoch ist es erlaubt, man kann jedoch keine Kaugummis in Singapore kaufen.
Da ich erst nachmittags in Singapore ankam, begann mein Sightseeing abends mit einem kleinen Spaziergang am Hafen mit atemberaubenden Blick auf die naechtliche Skyline und eines Besuches von Clarke Quay, einem Viertel am Fluss mit vielen Bars und anderen Vergnuegungsmoeglichkeiten. Den zweiten Tag begann ich im Colonial District, dem aeltesten Teil Singapores, welches von Kolonialgebaeuden wie dem Old Parliament House, dem Supreme Court und dem beruehmten Raffles Hotel gepraegt ist. Weiter ging es Richtung Hafen mit dem Theatergebaeude Esplanade, unverwechselbar durch sein fantastisches mit Spitzen versehenen Metalldach. Weiter ging es vorbei an der Merlion Statue, dem Wahrzeichen von Singapore, welches ein Mix aus Loewe und Drache ist, welches Wasser speiht. Downtown bietet neben einigen attraktiven Hochhaeusern auch einige nette Plaetze, wie den Raffles Place. Von hier aus begab ich mich nun in Richtung suedlicher Spitze von Singapore, wo ich mit einer Gondelbahn, welche in einem Hochhaus startet, auf die Insel Sentosa fuhr. Nicht nur die Anreise, welche man auch zu Fuss oder mit einer Bahn machen kann, war spektakulaer, sondern auch die Insel an sich. Genannt wird sie auch 'plastic fantastic'. da das meiste an dieser Insel fake ist. Sie dient vor allem als Erholungsziel fuer Singaporeaner am Wochenende. Neben fantastischen Straenden bietet sie auch einen Aussichtsturm, eine Unterwasserwelt, eine Menge Strandbars und einige weitere Attraktionen wie den suedlichsten Punkt des asiatischen Kontinents. Auf dem Rueckweg, wiederum mit der Gondelbahn fuhr ich noch auf den Mount Faber, dem mit 116m hoechsten Berg in Singapore. Am Abend hies es dann schick machen und auf einen Drink in die New Asia Bar im 75. Stock eines Hochhauses gehen. Die Preise sind ebenso hoch wie die Aussicht, aber waehrend der Happy-Hour kann und sollte man sich so etwas nicht entgehen lassen.
Angetan von dem guten Wetter und der Trauminsel entschied ich mich, am naechsten Tag nach einem Friseurbesuch wieder auf die Insel zu fahren und das gute Wetter zu geniessen. Gegen Nachmittag jedoch fuhr ich wieder in die Stadt, da ich noch einiges an Sightseeing zu erledigen hatte. Zu sehen gab es noch Chinatown, u.a. mit einem originalen 'Wurstelstand', Little India und Clarke Quay, welches ich mir am Tage auch noch einmal ansehen wollte. Zum Abschluss dieses Tages musste ich mir noch Orchard Road anschauen, eine Strasse nur fuer den Kaufrausch bestimmt. Singaporeaner sind fuer ihre Kaufwut bekannt. Hier kann man alles finden, vor allem teure Dinge. Singapore ist leider nicht so billig wie der Rest Suedostasiens, ist fuer Europaeer jedoch immernoch guenstig. Fuer mich jedoch war nur ein Abendessen und Windowshopping angesagt. Abends ging es dann mit einigen Freunden in eine Tanzbar mit Liveband.
Meine letzten Stunden in Singapore, mein Flieger ging erst um 19h, lag ganz im Zeichen des Entspannens und so ging es noch einmal nach Sentosa an den Strand um diese einmalige Atmosphaere zu geniessen.
Der Flug und die Nacht in Phnom Penh verliefen reibungslos. Das einzige, was etwas stoerte, waren die 45 Dollar, die ich an die kambodschanischen Behoerden fuer Visum und Abflugssteuern abdruecken musste. Nach einer geruhsamen Nacht hiess es dann mal wieder mehr als 14 Stunden im Flieger mit Zwischenstop in Taipeh sitzen. Aber auch das ging dank guter Unterhaltung und gutem Service an Bord schnell und komfortabel vorrueber und es hies fuer mich, welcome back to America!
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