Donnerstag, 8. November 2007

los angeles

Zurueck in den Staaten. Meine Ankunft in Los Angeles war relativ unumstaendlich, da der Immigration-Officer ziemlich nett war und keinerlei dumme Fragen stellte, wie man es sonst gewohnt ist. Das Abholen meines Mietwagens verlief auch ohne Probleme. Vor dem Flughafengebaeude gibt es einen Busshuttle, der ca. alle 10min zwischen dem Flughafen und der etwas ausserhalb des Flughafengelaendes liegenden Mietwagenstation pendelt. Das gute ist, dass man kein Auto zugewiesen bekommt, sondern aus allen Wagen einer Klasse, welche sich zu dem Zeitpunkt auf dem Parkplatz befinden, waehlen kann. Meine Wahl fiel auf einen Chevy Malibu. Das Auto war ziemlich nett und hatte z.T. auch die richtigen Ausstattungen (Tempomat, Airconditioning), zum anderen aber auch ueberfluessige (Sitzheizung).
Wohnen durfte ich in LA bei Susan, Bretts Tante, die ein sehr nettes Haus in North Hollywood hat. Nachdem ich das Auto abgeholt hatte, durfte ich gleich LA hautnah erleben. Ich steckte fuer ca. 60min auf dem 405 Highway im Stau. Das war auch alles was ich an diesem ersten Tag von LA erlebte, da mein Jetlag mich von anderen grossen Erlebnissen abhielt.
Die fuenf Tage, welche ich in LA verbrachte, waren ganz im Zeichen des Southern California-Wetters. Es hatte jeden Tag mindestens 27 Grad und die Sonne schien ohne Unterbrechung. Da war die Klimaanlage im Auto manchmal sehr hilfreich. Nicht so schoen war der Fakt, dass durch dieses heisse, trockene Wetter und anderen wideren Umstaenden die grossen Feuer in ganz SoCal ausbrachen. Gluecklicherweise war ich nicht direkt von ihnen betroffen, die grossen Feuer, wie z.B. das in Malibu waren aber weithin sichtbar und truebten die Sicht.
Den zweiten Tag verbrachte ich in Downtown. Bewaffnet mit dem Lonely Planet Los Angeles, welcher eine Walking Tour durch Downtown LA beeinhaltet, machte ich mich auf den Weg. Auch wenn ich ein Auto hatte und man tatsaechlich ohne Auto in LA sehr verloren ist, da die Stadt auf eine so riesige Flaeche verteilt ist, vertraute ich an diesem Tag auf die oeffentlichen Verkehrsmittel, da direkt in North Hollywood eine U-Bahn Station ist, welche mich direkt zur Union Station nach Downtown brachte. Los ging es mit El Pueblo de Los Angeles, einem historischen mexikanischen Teil LA's, in welchem sich auch das aelteste Haus LA's befindet. Weiter ging es mit der Cathedral of our Lady of the Angels, einer riesigen katholischen Kirche in Downtown LA. Die Kirche ist sehr neu und auch architektonisch sehr reizvoll. Das naechste grosse Ziel war die Walt Disney Concert Hall von Frank Gehry, welche fuer ihre einmalige Architektur beruehmt ist. Leider war eine Besichtigung des Inneren zum Zeitpunkt meines Besuches nicht moeglich. Dafuer verbrachte ich einige Zeit in MOCA, dem Los Angeles Museum of Contemporary Art, welches einige sehr interessante Kunst fuehrt und direkt neben der Colburn School of Performing Arts, gegenueber der Walt Disney Concert Hall liegt. Weiter ging es durch den Financial District mit seinen Hochhochaeusern, wie dem US Bank Tower, dem hoechsten Gebaeude LA's, den Bunker Hill Steps, der Richard Riordan Central Library und Pershing Square, einem lebhaften Park. Der naechste Teil von Downtown war der sog. Jewelry District, einem Gebiet von ca. vier Blocks mit einem Juwelierhaendler nach dem anderen und einigen interessanten Gebaeuden wie das Palace und das Los Angeles Theatre und dem Bradbury Building. Zum Abschluss genoss ich dann noch mein kalifornisches Lieblingsessen, einen Burrito, im Grand Central Market, bevor es wieder nach Hause ging. Abends zeigte mir Susan den Hollywood Boulevard, beruehmt fuer seinen Walk of Fame. Neben den Sternen auf dem Buergersteig gibt es hier jede Menge Aktionskuenstler, die sich zur Schau stellen. Highlights sind das Kodak Theatre, in welchem jaehrlich die Oscars verliehen werden und das Grauman's Chinese Theatre, vor welchem sich die beruehmten Hand- und Fussabdruecke der Stars befinden.
Der naechste Tag, es war Sonntag, war auserkoren um Venice Beach und Santa Monica zu besichtigen. Zuerst musste ich jedoch den Traum jedes Touristen erleben und zum Hollywood-Schriftzug in die Hollywood Hills fahren. Susan war dabei eine sehr grosse Hilfe, da sie weiss, wie man sehr nah an den Schriftzug herankommt und sie verband den morgendlichen Hundeausgang mit einem Besuch dieser Sehenswuerdigkeit. Venice Beach ist bekannt fuer seinen Ocean Front Walk, einem ca. 2.5km langen Fussweg entlang Venice Beach. Bekannt ist es auch fuer verrueckte Dinge wie dem sog. Muscle-Beach, einem Outdoor Fitness-Club direkt am Fussweg. Verrueckt sind auch die Kuenstler, welche dort auftreten und allerlei Dinge verkaufen. Langweilig kann einem auf den 2.5km nicht werden und wer sich ausruhen moechte, kann sich ohne Probleme an den wunderschoenen Strand legen. Santa Monica, welches noerdlich von Venice liegt, ist fuer seine kleine Shoppingmeile, der Third Street Promenade bekannt, auf welcher sich eine bekannte Boutique an die andere reiht. Wunderschoen ist auch der Strand und das Santa Monica Pier, welches einen kleinen Vergnuegungspark aufweisen kann. Auf dem Rueckweg, ich fuhr ueber den wunderschoenen Sunset Boulevard, hielt ich zum einen am sehr schoenen UCLA-Campus und am Rodeo Drive in Beverly Hills. Rodeo Drive ist wiederum eine kleine, exklusive, schoene Shoppingmeile, an welcher man die Boutiquen der meisten exklusiven Designer findet.
Den vierten Tag verbrachte ich vornehmlich im Auto. Nachdem ich vormittags versucht hatte, Karten fuer die Jay Leno Show zu bekommen, aber feststellen musste, dass dieser gerade im Urlaub ist, entschloss ich mich einige Architekturobjekte anzuschauen, welche mir mein Vater ans Herz gelegt hatte. Da diese in der ganzen Stadt verteilt waren, verbrachte ich sehr viel Zeit im Auto um von einem Punkt zum naechsten zu kommen. Auf diesem Weg sah ich jedoch auch einige Teile LA's, welche ich ansonsten sicherlich nicht gesehen haette, wie z.B. Griffith Park, dem groessten Park in LA, sowie die netten Wohngegenden von Beverly Hills und Bel Air. Diese Wohngegenden sind wirklich sehr schoen, die riesigen Haeuser der wohlhabenden Menschen sind jedoch nicht wirklich zu bestaunen, so dass man sich zumeist mit dem Blick auf sehr grosse Tore zufriedengeben muss. Zu den Highlights der Architekturobjekte gehoerten das Schindler House, der Sony Music Campus und das Israel House, welches sich in Santa Monica direkt am Strand befindet. Zum Abschluss des Tages fuhr ich dann noch im Hotel Bonaventura ein wenig Aufzug, da sich diese an der Aussenwand des Hotels befinden und man eine sehr schoene Aussicht ueber LA geniessen kann.
Meinen letzten Tag in LA verbrachte ich vorwiegend an den wunderschoenen Straenden der Stadt. Zuerst jedoch fuhr ich zum Getty Center, dem superben Gelaende in den Santa Monica Mountains, welches zum einen fuer seine einzigartige Architektur von Richard Meier und den in den Gebaeuden beherbergten Kunstgallerien, aber auch fuer die Gestaltung des Gartens bekannt ist. Geparkt wird am Fusse des Huegels und man zahlt ausser fuer das Parken keinen Eintritt. Eine Bahn faehrt den Besucher auf den Huegel. Auch wenn man kein Interesse an der Kunst im Getty Center hat, sollte man sich dieses nicht entgehen, da allein die Architektur, der Garten und der Blick auf LA jeden Aufwand lohnen. Nach einiger Zeit im Getty Center setzte ich mich wieder ins Auto und fuhr nach Huntington Beach, einem riesigen, wunderschoenen Strand, welcher an diesem Montag trotz der ca. 38 Grad kaum besucht war und verbrachte dort einige Stunden, bevor ich weiter nach Newport Beach fuhr. Newport ist eine kleine, sehr schoene Gemeinde in Orange County, bekannt fuer seine Haeuser am Strand und dem guten Wetter. Neben dem Festland gibt es noch eine kleine Insel, Balboa Island, welche man ueber eine Bruecke erreichen kann. Schoener ist jedoch die kleine Faehre, die vom Hafen aus die Insel mit dem Festland verbindet. Die Haeuser am Wasser sind traumhaft und sind zum grossen Teil nur Wochenendhaeuser fuer Leute aus LA und Umgebung. Weiter ging es nach Laguna Beach, einer noch kleineren Gemeinde in Orange County, welche fuer ihren wunderschoenen Strand und eine gleichnamige Fernsehserie bekannt ist. Laguna Beach hat nicht nur einen sehr schoenen Strand, sondern auch der Fakt, dass der Ort an einem Huegel mit wunderschoenen Haeusern liegt, macht es zu einem beliebten Touristenziel. Bevor es wieder nach North Hollywood ging, hatte ich die Chance einen sehr schoenen Sonnenuntergang am Strand von Laguna zu erleben.
Zusammengefasst hat mir LA sehr gut gefallen. Das Wetter war fantastisch und die Stadt hat sehr viel zu bieten. Alleine alle Straende von LA anzuschauen wuerde Tage dauern. Auch wenn man ein Auto braucht, um in LA von A nach B zu kommen und sich dies in den staendigen Staus auf den Highways abspiegelt, ist die Stadt doch sehr schoen und es laesst sich dort sicherlich sehr gut leben.

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